{"id":55000294,"date":"2005-08-01T00:00:00","date_gmt":"2021-03-22T16:17:46","guid":{"rendered":"http:\/\/access-im-unternehmen.aix-dev.de\/aiu\/?p=294"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"Bestellverwaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/access-im-unternehmen.de\/Bestellverwaltung\/","title":{"rendered":"Bestellverwaltung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/78c0a030e0ad48ebaa95e21a5a786667\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n<h3>Zusammenfassung<\/h3>\n<p>Sie erweitern die Artikelverwaltung um Funktionen zur Eingabe von Bestellungen und zum Drucken von Bestellscheinen.<\/p>\n<h3>Techniken<\/h3>\n<p>Access, Abfragen, 1:1-Beziehungen, Formulare, Unterformulare, Berichte, VBA<\/p>\n<h3>Voraussetzungen<\/h3>\n<p>Access 2000 oder h&ouml;her<\/p>\n<p><b>Andr&eacute; Minhorst, Duisburg<\/b><\/p>\n<p><b>In den vorherigen beiden Ausgaben haben Sie die Artikelverwaltung kennen gelernt, mit der Sie Artikel und Inventurdaten verwalten k&ouml;nnen. Damit haben Sie bereits die Voraussetzungen f&uuml;r die Musterl&ouml;sung dieses Beitrags geschaffen &#8211; f&uuml;r die Bestellverwaltung. Damit k&ouml;nnen Sie Bestellungen eingeben und Bestellscheine drucken.<\/b><\/p>\n<p>Die Bestellverwaltung schl&auml;gt die Br&uuml;cke zwischen der Artikelverwaltung und den im Beitrag Kunden und Kontakte verwalten (Ausgabe 4\/2005, Shortlink 293) vorgestellten Funktionen. Die Bestellverwaltung bietet folgende Erweiterungen:<\/p>\n<li>Formular zur Eingabe von Bestellungen<\/li>\n<li>Bericht zur Ausgabe von Bestellscheinen<\/li>\n<p>Das Formular bietet die M&ouml;glichkeit, Bestellungen einzugeben und zu bearbeiten. Dazu ist das Ausw&auml;hlen eines Kunden und dessen Liefer- und Rechnungsanschrift sowie die Eingabe beliebig vieler Positionen m&ouml;glich.<\/p>\n<p>Zu jeder Position l&auml;sst sich ein individueller, vom urspr&uuml;nglichen Preis abweichender Preis festlegen.<\/p>\n<p>Der Bericht gibt einen Bestellschein mit Bestell- und Lieferdatum, den Anschriften f&uuml;r Rechnung und Lieferung sowie die einzelnen Positionen aus.<\/p>\n<p>Alle Tabellen der Bestellverwaltung sind bereits in der Artikelverwaltung enthalten &#8211; wenn Sie die Bestellverwaltung &#8222;nachbasteln&#8220; m&ouml;chten, brauchen Sie zumindest keine neuen Tabellen hinzuzuf&uuml;gen.<\/p>\n<p>Bild 1 zeigt den Ausschnitt des Datenmodells, der f&uuml;r die Bestellverwaltung interessant ist.<\/p>\n<p>Betrachten Sie das abgebildete Datenmodell im Uhrzeigersinn: Die Tabelle tblArtikel enth&auml;lt Informationen &uuml;ber die Artikel, wobei im Folgenden vor allem die Felder Bezeichnung, EinheitID, Mehrwertsteuersatz und Verkaufspreis eine Rolle spielen werden. Hinter dem Feld EinheitID verbirgt sich noch eine Lookup-Tabelle, die aber hier aus Platzgr&uuml;nden nicht abgebildet ist.<\/p>\n<p>Dann folgen zwei Tabellen namens tblBestandsaenderungen und tblPositionen. Die beiden Tabellen sind per 1:1-Beziehung miteinander verkn&uuml;pft und enthalten die Informationen, die in der Nordwind-Datenbank durch die Tabelle Bestelldetails abgebildet werden. Hier sind die Informationen auf zwei Tabellen verteilt, weil ein Bestelldetail auch immer eine Bestands&auml;nderung verursacht und diese in der Datenbank in einer eigenen Tabelle gespeichert wird &#8211; etwa um leicht Inventuren durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p><IMG height=\"395\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic001.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 1:  Datenmodell der Bestellverwaltung<\/span><\/b><\/p>\n<p>Prinzipiell k&ouml;nnen Sie diese beiden Tabellen aber wie eine einzige behandeln &#8211; was in der Anwendung durch den Einsatz einer entsprechenden Abfrage auch geschieht.<\/p>\n<p>Am anderen Ende dieser beiden Tabellen h&auml;ngt die Tabelle tblBestellungen &#8211; sie enth&auml;lt die Informationen der Bestellung selbst, also den Kunden, das Bestell- und Lieferdatum und die Liefer- und Rechnungsadresse des Kunden.<\/p>\n<p>Wenn man den Zusammenhang zwischen diesen vier Tabellen (oder drei, wenn man die mittleren beiden als eine betrachtet) verstanden hat, steht der Programmierung einer Bestellverwaltung nichts mehr im Wege: Die mittleren beiden Tabellen sind nicht mehr und nicht weniger als die Verkn&uuml;pfungstabellen einer m:n-Beziehung zwischen den Tabellen tblArtikel und tblBestellungen. Damit kann man jeder Bestellung jeden Artikel zuweisen und legt dabei in den Tabellen tblBestandsaenderungen und tblPositionen fest, welche Anzahl des Artikels die Bestellung enth&auml;lt und wie der Preis und die Mehrwertsteuer f&uuml;r diese Bestellung lauten.<\/p>\n<h3>Der doppelte Preis<\/h3>\n<p>Warum nun soll der Preis in den Bestelldetails nochmals auftauchen, obwohl dieser doch schon in den Artikeldaten enthalten ist Ganz einfach: Weil das der einzige Weg ist, um einen Artikel auch einmal zu einem anderen Preis zu verkaufen, und vor allem, um sicherzustellen, dass bei einer Preis&auml;nderung eines Artikels die Werte aller bereits aufgenommenen Bestellungen automatisch ge&auml;ndert werden.<\/p>\n<p>Das Gleiche gilt f&uuml;r die Mehrwertsteuer: Wenn sich diese einmal &auml;ndert, soll sich das nat&uuml;rlich nicht r&uuml;ckwirkend auf alle bereits vorhandenen Bestellungen auswirken. Deshalb werden diese Daten separat in den Bestelldetails gesichert.<\/p>\n<h3>Bestellungen und Kunden<\/h3>\n<p>Jede Bestellung ist genau einem Kunden zugeordnet. Jeder Kunde kann aber eine oder mehrerer Liefer- und Rechnungsadressen besitzen.<\/p>\n<p>Daher werden in der Tabelle tblBestellungen nicht nur die KundenID, sondern auch noch die ID der Bestelladresse und der Lieferadresse f&uuml;r diese Bestellung eingetragen.<\/p>\n<p>Auf diese Weise l&auml;sst sich sp&auml;ter genau nachvollziehen, wohin Bestellung und Rechnung gegangen sind.<\/p>\n<p>Und wenn der Kunde einmal umzieht, legt man einfach je einen neuen Datensatz in den Tabellen tblLieferadresse und tblRechnungsadresse an &#8211; dann bleiben trotz weiterer Bestellungen die bestehenden Bestellungen unber&uuml;hrt.<\/p>\n<p>Warum die Tabellen mit den Adressdaten in der Art aufgeteilt sind, wie es das Datenmodell darstellt, erfahren Sie im Beitrag Kunden und Kontakte verwalten (Shortlink 293).<\/p>\n<p>F&uuml;r den gesamten unteren Zweig des Datenmodells aus Bild 1 ist die Erweiterung der Artikelverwaltung aus dem oben genannten Beitrag verantwortlich.<\/p>\n<p>Die Pflege der Artikel wurde bereits in den beiden Beitr&auml;gen Artikelverwaltung mit Inventurfunktion, Teil 1 (Heft 2\/2005, Shortlink 273) und Teil 2 (Heft 3\/2005, Shortlink 281) beschrieben.<\/p>\n<p>Bleiben noch die Tabellen tblBestellungen, tblPositionen und tblBestandsaenderungen. <\/p>\n<p>Die Pflege dieser Daten ist identisch mit dem Anlegen von Bestellungen und kann in einem einzigen Formular samt Unterformular abgewickelt werden.<\/p>\n<p><b>Hauptformular<\/b><\/p>\n<p>Das Hauptformular hat als Datenherkunft die Tabelle tblBestellungen. Damit der obere Teil des Formulars so wie in Bild 2 aussieht, ziehen Sie einfach die f&uuml;nf dargestellten Felder aus der Feldliste in die Entwurfsansicht des Formulars.<\/p>\n<p><IMG height=\"427\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic002.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 2:  Das Bestellformular mit Unterformular in der Entwurfsansicht<\/span><\/b><\/p>\n<p>Die drei Kombinationsfelder erfordern noch ein wenig Nacharbeit. Das erste dient der Auswahl des Kunden und soll den Kunden wie in Bild 3 anzeigen. Dazu stellen Sie die Datensatzherkunft des Kombinationsfeldes wie folgt ein:<\/p>\n<pre>SELECT tblKunden.KundeID, [Nachname] & IIf(Not IsNull([Nachname]) And Not IsNull([Vorname]),\", \",\"\") <br \/>\r\n& [Vorname] AS Kunde FROM tblKunden;<\/pre>\n<p>Mit diesem Ausdruck sorgen Sie daf&uuml;r, dass das Komma zwischen Nach- und Vorname nur angezeigt wird, wenn auch beide Felder gef&uuml;llt sind.<\/p>\n<p><IMG height=\"128\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic003.png\" width=\"339\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 3:  Auswahl von Kunden<\/span><\/b><\/p>\n<h3>Liefer- und Rechnungsadressen anzeigen<\/h3>\n<p>Die &uuml;brigen beiden Kombinationsfelder zur Anzeige von Lieferadressen und Rechnungsadressen sollen bei der Auswahl m&ouml;glichst viele Daten anzeigen, damit man die richtige Adresse ausw&auml;hlen kann.<\/p>\n<p>Das aufgeklappte Kombinationsfeld soll daher wie in Bild 4 aussehen. Nachname, Vorname und Firma sind dabei platzsparend zusammengefasst und werden auch in eingeklapptem Zustand angezeigt; die &uuml;brigen Daten sind in weiteren Feldern enthalten.<\/p>\n<p><!--30percent--><\/p>\n<p><IMG height=\"148\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic004.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 4:  Auswahl einer Rechnungsadresse<\/span><\/b><\/p>\n<p>Die Datensatzherkunft des Kombinationsfeldes basiert in diesem Fall auf einer Abfrage, die beim &ouml;ffnen und Aktualisieren des Formulars zugewiesen wird. Die Abfrage fasst die beiden per 1:1-Beziehung verkn&uuml;pften Tabellen tblAdressen und tblRechnungsadressen zusammen und erzeugt au&szlig;erdem den in Bild 4 erkennbaren Ausdruck &lt;Nachname&gt;, &lt;Vorname&gt; (&lt;Firma&gt;). Die dazu notwendige Funktion ist in Bild 5 nicht zu erkennen und daher nachfolgend separat aufgef&uuml;hrt:<\/p>\n<p><IMG height=\"311\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic005.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 5:  Datensatzherkunft des Kombinationsfeldes cboRechnungsadressen<\/span><\/b><\/p>\n<pre>Lieferadresse: [Nachname] & Wenn(Nicht IstNull([Nachname]) Und Nicht IstNull([Vorname]);\", \";\"\") <br \/>\r\n& [Vorname] & Wenn(Nicht IstNull([Firma]);\" (\";\"\") & [Firma] & Wenn(Nicht IstNull([Firma]);\")\";\"\")<\/pre>\n<h3>Lieferadressen<\/h3>\n<p>Das Kombinationsfeld zur Auswahl der Lieferadressen ist genauso aufgebaut wie das zur Auswahl der Rechnungsadressen und soll daher nicht gesondert erl&auml;utert werden.<\/p>\n<h3>Abh&auml;ngigkeit der Kombinationsfelder<\/h3>\n<p>Die beiden Kombinationsfelder zur Anzeige von Liefer- und Rechnungsadresse sind von der Auswahl des Kunden im oberen Kombinationsfeld des Formulars abh&auml;ngig. <\/p>\n<p>Sie sollen jeweils alle Liefer- und Rechnungsadressen zu dem oben ausgew&auml;hlten Kunden zur Auswahl anbieten.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass mit jeder neuen Auswahl im Kombinationsfeld KundeID auch die Datensatzherkunft der beiden Kombinationsfelder LieferadresseID und RechnungsadresseID aktualisiert werden muss.<\/p>\n<p>Um dies zu realisieren, gibt es zwei M&ouml;glichkeiten:<\/p>\n<li>Man baut in die abh&auml;ngigen Kombinationsfelder ein Kriterium ein, das den Wert des oberen Kombinationsfeldes ber&uuml;cksichtigt.<\/li>\n<li>Man weist den abh&auml;ngigen Kombinationsfeldern nach dem Aktualisieren des oberen Kombinationsfeldes per VBA die aktualisierte Datensatzherkunft zu.<\/li>\n<p>Die zweite Variante hat den Vorteil, dass sie eine Abh&auml;ngigkeit weniger beinhaltet: Das Formular ist von der Datensatzherkunft abh&auml;ngig, aber nicht umgekehrt. Die erste Abh&auml;ngigkeit enth&auml;lt eine zus&auml;tzliche Abh&auml;ngigkeit zwischen der Abfrage und dem Formular &#8211; n&auml;mlich das Kriterium der Abfrage.<\/p>\n<p>Um mit der zweiten L&ouml;sung zum Ziel zu kommen, ben&ouml;tigen Sie ein wenig VBA-Code (s. Quellcode 1).<\/p>\n<p>Die Ereignisprozedur Nach Aktualisierung des Kombinationsfeldes KundeID ruft die Prozedur AdressenAktualisieren auf.<\/p>\n<p>Diese Prozedur weist den Datensatzherk&uuml;nften der Kombinationsfelder LieferadresseID und RechnungsadresseID die jeweils mit der aktuellen Kunden-ID als Kriterium versehene Abfrage zu und aktualisiert die Kombinationsfelder.<\/p>\n<p>Diese paar Zeilen Code befinden sich in einer eigenen Prozedur, weil die Funktion noch von einer anderen Stelle aus aufgerufen werden soll.<\/p>\n<p>Der zweite Anlass zum Aktualisieren der Datensatzherkunft dieser beiden Kombinationsfelder ist die Anzeige einer neuen Bestellung, die unter Umst&auml;nden f&uuml;r einen anderen Kunden bestimmt sein kann.<\/p>\n<p><b>Quellcode 1: Aktualisierung der Kombinationsfelder zur Auswahl von Liefer- und Rechnungsadressen<\/b><\/p>\n<pre>Private Sub KundeID_AfterUpdate()\r\n    AdressenAktualisieren\r\nEnd Sub\r\nPrivate Sub AdressenAktualisieren()\r\n    Me.LieferadresseID.RowSource = \"SELECT * FROM qryLieferadressen WHERE KundeID = \" & Me.KundeID\r\n    Me.LieferadresseID.Requery\r\n    Me.RechnungsadresseID.RowSource = \"SELECT * FROM qryRechnungsadressen WHERE KundeID = \" _        & Me.KundeID\r\n    Me.RechnungsadresseID.Requery\r\nEnd Sub<\/pre>\n<p>Beim Wechseln des Datensatzes wird immer das Ereignis Beim Anzeigen ausgel&ouml;st. Quellcode 2 zeigt, was dort passiert: Zun&auml;chst wertet die Prozedur Form_Current das &ouml;ffnungsargument des Formulars aus. Beim Anlegen einer neuen Bestellung kann man direkt den Kunden &uuml;bergeben, um dem Benutzer unn&ouml;tige Arbeit zu ersparen.<\/p>\n<p>Der folgende Aufruf w&uuml;rde das Formular direkt mit dem Kunden Nummer 10 &ouml;ffnen und einen neuen, leeren Datensatz anzeigen:<\/p>\n<pre>DoCmd.OpenForm \"frmBestellungen\", _    DataMode:=acFormAdd, OpenArgs:=2860<\/pre>\n<p>Damit die beiden Kombinationsfelder direkt die richtigen Rechnungs- und Lieferadressen zur Auswahl anbieten, ruft auch diese Routine die Prozedur AdressenAktualisieren auf.<\/p>\n<p>Schlie&szlig;lich kontrolliert eine If&#8230;Then-Verzweigung, ob das Formular einen neuen und noch nicht ge&auml;nderten Datensatz enth&auml;lt. Falls der Datensatz neu ist, wird das Unterformular gesperrt.<\/p>\n<p>Es wird erst freigegeben, wenn im Hauptformular ein neuer Datensatz angelegt wurde &#8211; ansonsten k&ouml;nnte man im Unterformular Datens&auml;tze anlegen, ohne dass es einen entsprechenden Datensatz im Hauptformular gibt &#8211; was daf&uuml;r sorgen w&uuml;rde, dass dieser Datensatz zwar in den Tabellen tblBestandsaenderungen und tblPositionen auftaucht, aber mangels korrespondierendem Datensatz in der Tabelle tblBestellungen nie wieder im Formular frmBestellungen sichtbar w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Wenn ein neuer Datensatz schlie&szlig;lich &#8222;beschmutzt&#8220; wird, also die Eigenschaft Dirty den Wert True bekommt, l&ouml;st dies auch das Ereignis Bei &auml;nderung aus. Quellcode 3 enth&auml;lt die dadurch gestartete Prozedur, die f&uuml;r die Freigabe des Unterformulars sorgt.<\/p>\n<p><b>Quellcode 2: Anzeigen eines Datensatzes<\/b><\/p>\n<pre>Private Sub Form_Current()\r\n    If Not Nz(Me.OpenArgs, \"\") = \"\" Then\r\n        Me.KundeID = Me.OpenArgs\r\n    End If\r\n    AdressenAktualisieren\r\n    If Me.NewRecord And Not Me.Dirty Then\r\n        Me.frmPositionen.Enabled = False\r\n        Me.frmPositionen.Locked = True\r\n    Else\r\n        Me.frmPositionen.Enabled = True\r\n        Me.frmPositionen.Locked = False\r\n    End If\r\nEnd Sub\r\n<\/pre>\n<p><b>Quellcode 3: Aktivieren des Unterformulars bei ge&auml;ndertem Datensatz<\/b><\/p>\n<pre>Private Sub Form_Dirty(Cancel As Integer)\r\n    If Me.NewRecord Then\r\n        Me.frmPositionen.Enabled = True\r\n        Me.frmPositionen.Locked = False\r\n    End If\r\nEnd Sub\r\n<\/pre>\n<p>Neben den Bestelldaten geh&ouml;ren zu einer Bestellung nat&uuml;rlich auch noch die Bestellpositionen. Diese werden in einem Unterformular verwaltet. Als Datenherkunft f&uuml;r das Unterformular dient die Abfrage qryWarenausgang. Die Abfrage fasst die beiden per 1:1-Beziehung verkn&uuml;pften Tabellen tblBestandsaenderungen und tblPositionen zusammen.<\/p>\n<p><IMG height=\"245\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic006.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 6:  Datenherkunft des Unterformulars frmPositionen<\/span><\/b><\/p>\n<p><b>Quellcode 4: Vorbelegen der Mehrwertsteuer und des Einkaufspreises einer Bestellposition<\/b><\/p>\n<pre>Private Sub ArtikelID_AfterUpdate()\r\n    Me.Mehrwertsteuer = DLookup(\"Mehrwertsteuersatz\", _        \"tblArtikel\", \"ArtikelID = \" & Me.ArtikelID)\r\n    Me.Verkaufspreis = DLookup(\"Verkaufspreis\", _        \"tblArtikel\", \"ArtikelID = \" & Me.ArtikelID)\r\n    Me!Datum = Me.Parent.Lieferdatum\r\nEnd Sub<\/pre>\n<p>Das Formular enth&auml;lt die folgenden Felder der Abfrage: ArtikelID, Anzahl, Mehrwert, Verkaufspreis, BestellungID und Vorzeichen. Die letzten beiden sind dabei nicht sichtbar, sie dienen lediglich dem Herstellen der Verkn&uuml;pfung zum Hauptformular beziehungsweise zum Einstellen des Feldes Vorzeichen.<\/p>\n<p>Der Grund daf&uuml;r ist, dass die Tabelle tblBestandsaenderungen sowohl Wareneing&auml;nge als auch Warenausg&auml;nge (also bestellte Artikel) enth&auml;lt und die beiden betragsm&auml;&szlig;ig irgendwie voneinander getrennt werden m&uuml;ssen.<\/p>\n<p><IMG height=\"320\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic007.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 7:  Das Unterformular und dessen Eigenschaften<\/span><\/b><\/p>\n<p>Und damit nicht in jeder Bestellposition eine auf den ersten Blick nicht nachvollziehbare negative Anzahl an Artikeln erscheint, speichert man das Vorzeichen in einem separaten Feld und holt es nur f&uuml;r die Ermittlung des Lagerbestandes hervor.<\/p>\n<p>Die Anordnung der sichtbaren Steuerelemente geht aus Bild 7 hervor; die nicht sichtbaren Steuerelemente sind hinter den &uuml;brigen Steuerelementen verborgen.<\/p>\n<h3>Mehrwertsteuer und Verkaufspreis einstellen<\/h3>\n<p>Wie bereits weiter oben erw&auml;hnt, besitzt jede Position ein eigenes Feld f&uuml;r Mehrwertsteuer und Verkaufspreis. Diese Felder werden durch die Prozedur aus Quellcode 4 vorbelegt.<\/p>\n<p>Die Daten f&uuml;r die jeweiligen Artikel ermittelt die Prozedur per DLookup-Funktion aus der Artikel-Tabelle.<\/p>\n<h3>Bestellungen und Positionen zusammenf&uuml;hren<\/h3>\n<p>Zu guter Letzt m&uuml;ssen Sie nur noch das Formular frmPositionen in das Formular frmBestellungen einbauen und daf&uuml;r Sorge tragen, dass die beiden Formulare ordnungsgem&auml;&szlig; miteinander verkn&uuml;pft sind.<\/p>\n<p>Wenn die Eigenschaften des Unterformularsteuerelements wie in Bild 8 aussehen, haben Sie alles richtig gemacht und Sie k&ouml;nnen Bestellungen wie eingangs beschrieben anlegen.<\/p>\n<p>Die Bestellungen wollen nat&uuml;rlich auch zusammengestellt und versendet werden &#8211; ganz abgesehen von der Rechnungsstellung. Letzteres ist freilich ein anderes Thema und wird in einem zuk&uuml;nftigen Beitrag behandelt.<\/p>\n<p><IMG height=\"426\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic008.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 8:  Verkn&uuml;pfung zwischen Haupt- und Unterformular<\/span><\/b><\/p>\n<p>Die L&ouml;sung dieses Beitrags soll zun&auml;chst einmal einen Bestellschein als Bericht ausgeben, mit dem die Bestellung zusammengestellt werden kann.<\/p>\n<p><IMG height=\"338\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic009.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 9:  Datenmodell des Berichts rptBestellscheine<\/span><\/b><\/p>\n<p>Der Bericht soll Daten aus einer ganzen Reihe von Tabellen enthalten. Dementsprechend sieht das Datenmodell aus Bild 9 auch relativ w&uuml;st aus.<\/p>\n<p>Da die ben&ouml;tigten Felder bei weitem nicht auf eine Bildschirmseite passen, finden Sie die entscheidenden Felder der beteiligten Tabellen in der Abbildung rot eingerahmt vor. Beachtung ist der Definition der Abfrage bez&uuml;glich der Liefer- und Rechnungsadressen zu schenken: Beide beziehen die zu druckenden Daten aus der Tabelle tblAdressen, aber welcher Datensatz daraus verwendet wird, entscheiden die Felder LieferdresseID und RechnungsadresseID der Tabelle tblBestellungen. Eine kleine Faustregel in Access hei&szlig;t: Wenn die Werte derselben Tabelle in mehreren Zusammenh&auml;ngen in der gleichen Abfrage verwendet werden, dann f&uuml;gen Sie f&uuml;r jeden Fall eine neue Kopie der Tabelle in den Entwurf ein.<\/p>\n<p>Dementsprechend gibt es in der Abfrage zweimal die Tabelle tblAdressen &#8211; einmal mit dem Originalnamen und einmal als tblAdressen_1. Weitere Tabellen w&uuml;rden &uuml;brigens fortlaufend durchnummeriert. Desgleichen h&auml;ngt an diesen beiden Tabellen auch je eine eigene Kopie der Tabelle tblAnreden.<\/p>\n<h3>Erstellen des Berichts<\/h3>\n<p>Der Bericht rptBestellschein verwendet die oben beschriebene Abfrage als Datenherkunft. Im Gegensatz zum Formular frmBestellungen ist hier kein Unterbericht notwendig, um die Positionen zu einer Bestellung aufzulisten. Berichte bringen die segensreiche Erfindung der Gruppierung mit sich. Dadurch kann man &#8211; ohne sich Gedanken um redundant angezeigte Daten zu machen &#8211; einfach alle Daten in eine Abfrage werfen. Das Abfrageergebnis erh&auml;lt dann zwar f&uuml;r eine Bestellung mit zehn Position zehnmal die gleichen Daten f&uuml;r Felder wie BestellungID, Bestelldatum, Lieferdatum und auch f&uuml;r die Rechnungs- und die Lieferanschrift, aber durch geschickte Gruppierung zeigt man die redundanten Daten einfach nur einmal im jeweiligen Gruppierungskopf oder -fu&szlig; an. Genau so gehen Sie bei der Erstellung des Berichts auch vor.<\/p>\n<p>Nachdem Sie die Datenherkunft eingestellt haben, f&uuml;gen Sie dem Bericht zun&auml;chst einmal die gew&uuml;nschte Gruppierung hinzu. Diese soll die Datens&auml;tze nach dem Wert des Feldes BestellungID gruppieren.<\/p>\n<p>Aktivieren Sie einfach den Dialog Sortieren und Gruppieren und f&uuml;gen Sie als Gruppierung das Feld BestellungID hinzu. Damit die Gruppierung im Bericht einen Bereich erh&auml;lt, der die allgemeinen Informationen wie die Bestelldaten und die Anschriften aufnehmen kann, stellen Sie die Eigenschaft Gruppenkopf der Gruppierung auf den Wert Ja ein (siehe Bild 10).<\/p>\n<p>Nun m&uuml;ssen Sie nur noch die Steuerelemente in die richtigen Bereiche des Berichts einf&uuml;gen und diese versch&ouml;nern. Anschlie&szlig;end sieht die Entwurfsansicht des Berichts beispielsweise so wie in Bild 11 aus. Die Felder Anrede, Vorname und Nachname werden f&uuml;r die Bestell- und die Lieferanschrift jeweils zusammengefasst. Der Ausdruck des Textfeldes txtNameLieferanschrift lautet folgenderma&szlig;en:<\/p>\n<pre>=Wenn([tblAnreden.Anrede]=\"Herr\";\"Herrn \";\"Frau \") & [tblAdressen.Vorname] & \" \" & [tblAdressen.Nachname]<\/pre>\n<p><IMG height=\"190\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic010.png\" width=\"329\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 10:  Anlegen einer Gruppierung nach der Bestellung<\/span><\/b><\/p>\n<p>Der Ausdruck pr&uuml;ft erst, welche Anrede f&uuml;r den Namen angegeben ist, und wandelt dann gegebenenfalls &#8222;Herr&#8220; in &#8222;Herrn&#8220; um. Anschlie&szlig;end setzt er das Ergebnis mit dem Vor- und dem Nachnamen zusammen.<\/p>\n<p><IMG height=\"367\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/{60437684-04EE-4736-BB32-D1C5BC4C28B2}\/pic011.png\" width=\"500\" border=\"0\"><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey\">Bild 11:  Entwurfsansicht des Bestellscheins<\/span><\/b><\/p>\n<p>Die Bestellverwaltung bildet das Grundger&uuml;st f&uuml;r eigene Anwendungen, die sich leicht um weitere Funktionen erg&auml;nzen lassen. <\/p>\n<p>In einem zuk&uuml;nftigen Beitrag wird Access im Unternehmen diese L&ouml;sung noch einmal aufnehmen und um eine Faktura erweitern &#8211; damit ist die Bestellverwaltung dann komplett. Wenn Sie weitere Vorschl&auml;ge f&uuml;r Erweiterungen oder Verbesserungen haben, schicken Sie diese einfach per E-Mail an info@access-im-unternehmen.de.<\/p>\n<\/p>\n<h2>Downloads zu diesem Beitrag<\/h2>\n<p>Enthaltene Beispieldateien:<\/p>\n<p>Bestellverwaltung00.mdb<\/p>\n<p><a href=\"..\/fileadmin\/beispiele\/598DC79B-DCD4-4D1B-9EB4-31558FB2B3AE\/aiu_294.zip\">Download<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vorherigen beiden Ausgaben haben Sie die Artikelverwaltung kennen gelernt, mit der Sie Artikel und Inventurdaten verwalten k&ouml;nnen. Damit haben Sie bereits die Voraussetzungen f&uuml;r die Musterl&ouml;sung dieses Beitrags geschaffen &#8211; f&uuml;r die Bestellverwaltung. 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