{"id":55001623,"date":"2026-12-01T00:00:00","date_gmt":"2026-11-01T13:19:46","guid":{"rendered":"http:\/\/access-im-unternehmen.aix-dev.de\/aiu\/?p=1623"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"Der_MonacoSQLEditor_in_Access_365","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/access-im-unternehmen.de\/Der_MonacoSQLEditor_in_Access_365\/","title":{"rendered":"Der Monaco-SQL-Editor in Access 365"},"content":{"rendered":"<p><b>Wer Abfragen in der SQL-Ansicht schreibt, kennt den schlichten Editor mit einfarbigem Text, ohne Hilfen beim Tippen. In Access f&uuml;r Microsoft 365 gibt es daf&uuml;r seit einiger Zeit einen Ersatz, den Monaco-SQL-Editor. Was er mitbringt, wie Sie ihn ein- und ausschalten und wo seine Grenzen liegen, zeigt der vorliegende Beitrag.<\/b><\/p>\n<h2>Was der neue Editor ist<\/h2>\n<p>Monaco ist eine Editor-Komponente, die auch in Visual Studio Code steckt. Microsoft hat sie in Access eingebaut, um die SQL-Ansicht zu modernisieren. Verf&uuml;gbar ist der Editor laut Microsoft in Access f&uuml;r Microsoft 365 im Current Channel.<\/p>\n<p>Wer Access 2024 oder eine andere Version einsetzt, sieht weiterhin den bisherigen Editor. Der Monaco-Editor betrifft die Arbeit des Entwicklers, nicht die Abfragen selbst.<\/p>\n<h2>Den Editor ein- und ausschalten<\/h2>\n<p>Ob Access den neuen Editor verwendet, steuert eine Option. Sie finden sie unter <b>Datei|Optionen|Aktuelle Datenbank<\/b> als Kontrollk&auml;stchen <b>Aktivieren des Monaco-SQL-Editors<\/b> (siehe Bild 1. Auf unserem Testrechner mit Microsoft 365 war es standardm&auml;&szlig;ig angehakt.<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_001.png\" alt=\"Die Option Aktivieren des Monaco-SQL-Editors in den Access-Optionen\" width=\"649,559\" height=\"430,5118\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 1: Die Option Aktivieren des Monaco-SQL-Editors in den Access-Optionen<\/span><\/b><\/p>\n<p>Das Abschalten kann sinnvoll sein, wenn der Wechsel in die SQL-Ansicht sp&uuml;rbar verz&ouml;gert ist. Ein Blog aus dem Jahr 2024 berichtet davon und f&uuml;hrt es auf die Edge-Browsersteuerung zur&uuml;ck, auf der der Editor aufbaut.<\/p>\n<p>Ob das auch bei Ihnen auftritt, h&auml;ngt von Rechner und Version ab. Wir haben es nicht gemessen und k&ouml;nnen deshalb keine Aussage zu aktuellen Versionen machen.<\/p>\n<p>Wir haben allerdings durchaus aus eine Verz&ouml;gerung bemerkt, die in der herk&ouml;mmlichen SQL-Ansicht nicht auffiel &#8211; selbst dann, wenn der Editor f&uuml;r eine neue, leere Abfrage ge&ouml;ffnet wurde.<\/p>\n<h2>Eine Abfrage in der SQL-Ansicht<\/h2>\n<p>Zum Ausprobieren enth&auml;lt die Beispieldatenbank <b>MonacoSqlEditor.accdb<\/b> die beiden Tabellen <b>tblKunden<\/b> und <b>tblBestellungen<\/b>.<\/p>\n<p>Wir wollen alle Bestellungen mit einem Betrag &uuml;ber 100 sehen, sortiert nach dem Bestelldatum.<\/p>\n<p>Die Abfrage daf&uuml;r sehen wir hier:<\/p>\n<pre>SELECT tblKunden.Firma, tblBestellungen.Bestelldatum, tblBestellungen.Betrag\r\nFROM tblKunden INNER JOIN tblBestellungen\r\nON tblKunden.KundeID = tblBestellungen.KundeID\r\nWHERE tblBestellungen.Betrag &gt; 100\r\nORDER BY tblBestellungen.Bestelldatum;<\/pre>\n<p>Auf unserem Testrechner liefert die Abfrage einen Datensatz: die Firma <b>Muster GmbH<\/b> mit dem Betrag 120. <\/p>\n<p>Zum Eingeben stellt Microsoft unter <b>Erstellen|Abfragen|SQL-Abfrage <\/b>einen neuen Eintrag im Ribbon bereit (siehe Bild 2).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_002.png\" alt=\"Erstellen einer neuen, leeren Abfrage &uuml;ber die SQL-Abfrage\" width=\"549,559\" height=\"319,7782\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 2: Erstellen einer neuen, leeren Abfrage &uuml;ber die SQL-Abfrage<\/span><\/b><\/p>\n<p>Das SQL-Fenster erscheint sofort, aber es dauert einen Moment, bis wir etwas eingeben k&ouml;nnen. Das sehen wir bei einer neuen Abfrage daran, dass das Schl&uuml;sselwort <b>SELECT <\/b>mit abschlie&szlig;endem Semikolon erscheint (siehe Bild 3).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_003.png\" alt=\"Die neue Abfrage im neuen SQL-Editor\" width=\"424,5589\" height=\"241,5771\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 3: Die neue Abfrage im neuen SQL-Editor<\/span><\/b><\/p>\n<p>Nun f&uuml;gen wir zun&auml;chst die oben erw&auml;hnte Abfrage in den SQL-Editor ein, was das Ergebnis aus Bild 4 liefert.<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_004.png\" alt=\"Farbig markierte Abfrage im SQL-Editor\" width=\"549,559\" height=\"204,39\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 4: Farbig markierte Abfrage im SQL-Editor<\/span><\/b><\/p>\n<p>Hier sehen wir vor allem, dass die Schl&uuml;sselw&ouml;rter und Vergleichswerte farbig markiert sind.<\/p>\n<h2>Was der Editor bietet<\/h2>\n<p>Laut Microsoft und weiteren Quellen bringt der Monaco-Editor diese Hilfen mit:<\/p>\n<ul>\n<li>Strukturierung durch Einr&uuml;ckungen und Zeilenumbr&uuml;che<\/li>\n<li>Syntaxhervorhebung: Schl&uuml;sselw&ouml;rter wie <b>SELECT<\/b>, <b>FROM<\/b> und <b>WHERE<\/b> erscheinen in anderen Farben als Namen und Werte<\/li>\n<li>Zeilennummern<\/li>\n<li>Helle und dunkle Darstellung<\/li>\n<li>Automatische Vervollst&auml;ndigung mit Vorschl&auml;gen f&uuml;r Tabellen und Felder, etwa die Felder von <b>tblKunden<\/b><\/li>\n<li>Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Kommentare und f&uuml;r das Formatieren des Textes<\/li>\n<li>Gleichzeitiges &Auml;ndern mehrerer Vorkommen eines markierten Textes<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Strukturierte Darstellung<\/h2>\n<p>Nach dem Kopieren unserer Beispielabfrage in die SQL-Ansicht geschieht abgesehen von den farbigen Markierungen erst einmal nichts.<\/p>\n<p>Wenn wir die Abfrage jedoch schlie&szlig;en und speichern und sie dann erneut &ouml;ffnen, sehen wir ein ganz anderes Bild: Die Abfrage erscheint dann sauber durch Zeilenumbr&uuml;che und Einr&uuml;ckungen strukturiert (siehe Bild 5).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_009.png\" alt=\"SQL-Abfrage mit mehr Struktur\" width=\"549,559\" height=\"262,0973\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 5: SQL-Abfrage mit mehr Struktur<\/span><\/b><\/p>\n<h2>IntelliSense im SQL-Editor<\/h2>\n<p>Als Access-Entwickler ist man es eigentlich gewohnt, Abfragen direkt in der Abfrage-Entwurfsansicht zusammenzustellen. Die SQL-Ansicht wurde normalerweise nur verwendet, wenn es keine andere M&ouml;glichkeit gab &#8211; zum Beispiel zum Definieren von <b>UNION<\/b>-Abfragen.<\/p>\n<p>In der neuen SQL-Ansicht gibt es allerdings eine IntelliSense-Funktion, welche die Eingabe erheblich vereinfacht.<\/p>\n<p>Gibt man einen Buchstaben ein, erscheinen alle Schl&uuml;sselw&ouml;rter, Tabellennamen, Feldnamen und weitere Elemente, die mit diesem Buchstaben beginnen (siehe Bild 6).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_005.png\" alt=\"IntelliSense f&uuml;r Funktionen, Schl&uuml;sselw&ouml;rter, Felder, Tabellen et cetera\" width=\"549,559\" height=\"222,9342\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 6: IntelliSense f&uuml;r Funktionen, Schl&uuml;sselw&ouml;rter, Felder, Tabellen et cetera<\/span><\/b><\/p>\n<p>M&ouml;chte man erst einmal sehen, welche Elemente es &uuml;berhaupt gibt, startet man mit der Tastenkombination <b>Strg + Leertaste<\/b>. Dies &ouml;ffnet die vollst&auml;ndige Liste (siehe Bild 7).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_006.png\" alt=\"Aufrufen der vollst&auml;ndigen Liste mit Strg + Leertaste\" width=\"549,559\" height=\"262,3366\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 7: Aufrufen der vollst&auml;ndigen Liste mit Strg + Leertaste<\/span><\/b><\/p>\n<p>Bei manchen Elementen, zum Beispiel bei Tabellen oder Feldern, erscheinen beim Durchlaufen mit den Cursor-Tasten weitere Informationen. In Bild 8 sehen wir beispielsweise, dass es sich bei <b>tblBestellungen <\/b>um eine Tabelle handelt.<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_007.png\" alt=\"Zus&auml;tzliche Informationen zu den Elementen\" width=\"549,559\" height=\"112,548\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 8: Zus&auml;tzliche Informationen zu den Elementen<\/span><\/b><\/p>\n<p>W&auml;hrend alle Feldnamen bereits in der Liste auftauchen, k&ouml;nnen wir diese auch auf die Felder einer Tabelle einschr&auml;nken. Dazu geben wir einfach den Namen der gew&uuml;nschten Tabelle ein und f&uuml;gen einen Punkt hinzu (siehe Bild 9).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_008.png\" alt=\"Intellisense f&uuml;r die Felder einer Tabelle\" width=\"599,559\" height=\"123,0365\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 9: Intellisense f&uuml;r die Felder einer Tabelle<\/span><\/b><\/p>\n<h2>Kommentare in SQL-Code<\/h2>\n<p>Ein weiteres praktisches Feature ist die M&ouml;glichkeit, Kommentarzeilen direkt im SQL-Code unterzubringen.<\/p>\n<p>Damit k&ouml;nnen wir beispielsweise wie in eine Beschreibung der Abfrage im SQL-Code speichern (siehe Bild 10).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_010.png\" alt=\"Einfache Kommentarzeilen\" width=\"549,559\" height=\"300,641\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 10: Einfache Kommentarzeilen<\/span><\/b><\/p>\n<p>Die Syntax f&uuml;r einzelne Kommentarzeilen entspricht dabei der, die wir von T-SQL kennen &#8211; also vom SQL Server: Wir leiten Kommentarzeilen mit zwei Minuszeichen ein (<b>&#8212;<\/b>). Leider sind die M&ouml;glichkeiten begrenzt, denn Kommentare sind nur zu Beginn des SQL-Codes erlaubt (siehe Bild 11).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_011.png\" alt=\"Leider sind Kommentarzeilen nur am Anfang der Abfrage erlaubt.\" width=\"599,559\" height=\"354,4354\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 11: Leider sind Kommentarzeilen nur am Anfang der Abfrage erlaubt.<\/span><\/b><\/p>\n<p>Wir k&ouml;nnen also nicht einzelne Zeilen mit Kommentaren versehen oder sogar vollst&auml;ndige Zeilen auskommentieren.<\/p>\n<h2>SQL-Code durchsuchen<\/h2>\n<p>Wenn wir bei aktivierter SQL-Ansicht die Tastenkombination <b>Strg + F <\/b>bet&auml;tigen, erscheint oben rechts ein Eingabefeld f&uuml;r Suchbegriffe. Die gefundenen Texte werden direkt markiert (siehe Bild 12).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_012.png\" alt=\"Suchergebnisse werden direkt markiert\" width=\"649,559\" height=\"253,3279\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 12: Suchergebnisse werden direkt markiert<\/span><\/b><\/p>\n<p>Hier k&ouml;nnen wir auch ein Ersetzen-Feld aktivieren.<\/p>\n<h2>Gleichzeitiges &Auml;ndern mehrerer Vorkommen eines Textes<\/h2>\n<p>Mit <b>Strg + F2<\/b> oder dem Kontextmen&uuml; aktivieren wir den Modus zum gleichzeitigen &Auml;ndern mehrerer Vorkommen eines Textes. Ist beispielsweise der Ausdruck <b>tblBestellungen <\/b>markiert und wir aktivieren diesen Modus, erscheinen Einf&uuml;gemarken in allen Vorkommen und wir k&ouml;nnen alle gleichzeitig &auml;ndern (siehe Bild 13).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_013.png\" alt=\"Gleichzeitiges &Auml;ndern mehrerer Vorkommen eines Schl&uuml;sselworts\" width=\"549,559\" height=\"303,3565\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 13: Gleichzeitiges &Auml;ndern mehrerer Vorkommen eines Schl&uuml;sselworts<\/span><\/b><\/p>\n<p>In diesem Beispiel nutzen wir es dazu, alle Vorkommen von <b>tblBestellungen <\/b>in den Buchstaben <b>b <\/b>umzuwandeln &#8211; und im <b>FROM<\/b>-Teil geben wir mit <b>tblBestellungen AS b <\/b>an, um welche Tabelle es sich bei dem Alias <b>b <\/b>handelt (siehe Bild 14).<\/p>\n<p class=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/fileadmin\/_temp_\/2026_06\/pic_1623_014.png\" alt=\"So lassen sich beispielsweise Tabellennamen schnell anpassen.\" width=\"499,5589\" height=\"291,7592\" \/><\/p>\n<p><b><span style=\"color:darkgrey;\">Bild 14: So lassen sich beispielsweise Tabellennamen schnell anpassen.<\/span><\/b><\/p>\n<h2>Zusammenfassung und Ausblick<\/h2>\n<p>Der Monaco-SQL-Editor bringt Farben, Zeilennummern und Vorschl&auml;ge in die SQL-Ansicht von Access f&uuml;r Microsoft 365. Ein- und ausgeschaltet wird er &uuml;ber die Option <b>Aktivieren des Monaco-SQL-Editors<\/b>. Wie Sie Abfragen &uuml;berhaupt direkt in der SQL-Ansicht &ouml;ffnen und erstellen, zeigen die Beitr&auml;ge <b>Abfragen in der SQL-Ansicht &ouml;ffnen (www.access-im-unternehmen.de\/1482)<\/b> und <b>Abfragen direkt in der SQL-Ansicht erstellen (www.access-im-unternehmen.de\/1483)<\/b>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Abfragen in der SQL-Ansicht schreibt, kennt den schlichten Editor mit einfarbigem Text, ohne Hilfen beim Tippen. In Access f&uuml;r Microsoft 365 gibt es daf&uuml;r seit einiger Zeit einen Ersatz, den Monaco-SQL-Editor. 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