Multi-Add-Ins

Wer sich einen nützlichen Satz von Access-Add-Ins erstellt oder installiert hat, findet in seinem Add-In-Verzeichnis einige Datenbanken vor. Das muss nicht sein: Sie können auch mehrere Add-Ins in einer einzigen Datenbank anlegen. Dazu müssen Sie lediglich mehrere Sätze von Registry-Informationen in der Tabelle USysRegInfo anlegen und die benötigten Funktionen und Formulare bereithalten.

Wenn Sie mehrere Add-Ins in einer Add-In-Datenbank einbauen, gewinnen Sie gleich mehrfach:

  • Sie brauchen nur eine Add-In-Datenbank, die Sie gegebenenfalls in einem Rutsch auf einem weiteren Rechner installieren können.
  • Sie haben mehrere Anwendungen in einer, wodurch oft verwendete Funktionen wiederverwendet werden können.

Um ein Multi-Add-In zu erstellen, müssen Sie gegenüber einem einfachen Add-In kaum mehr Aufwand betreiben. Dies sind die notwendigen Schritte:

  • Sie tragen nicht nur einen Satz von Registrierungs-Informationen in die Tabelle USysRegInfo ein, sondern gleich mehrere – jeweils mit einem eigenen Schlüssel versehen, versteht sich.
  • Sie legen eine Funktion etwa namens Startup fest, die einen Parameter erwartet, der die Nummer oder Bezeichnung des aufzurufenden Add-Ins auswertet und das entsprechende Formular anzeigt beziehungsweise Funktion aufruft (also =Startup(1), =Startup(2) und so weiter). Diese Funktion geben Sie samt Parameterwert in der Tabelle USysRegInfo unter Expression an.
  • Oder Sie legen für jedes Add-In eine eigene Funktion fest, also etwa =Startup1(), =Startup2() et cetera – so müssen Sie keinen Parameter übergeben. Dafür legen Sie für jedes enthaltene Add-In eine entsprechende Funktion an.
  • Die Datenbankeigenschaften, die im Add-In-Manager angezeigt werden, müssen dann gleich alle enthaltenen Add-Ins beziehungsweise die Add-In-Sammlung beschreiben.

Beispiel-Multi-Add-In

Die Add-In-Datenbank MultiAddIn.mda enthält drei Sätze von Einträgen in der Tabelle USysRegInfo (s. Bild 1). Wichtig ist, dass Sie für ein Add-In jeweils identische Werte im Feld Subkey anlegen. Hier können Sie als Platzhalter für den Registry-Bereich auf dem aktuellen Rechner den Wert HKEY_CURRENT_ACCESS_PROFILE angeben – dieser wird beim Installieren durch den entsprechenden Bereich in der Registry ersetzt. Für Expression geben Sie den Namen der aufzurufenden Funktion mit führendem Gleichheitszeichen und nachfolgendem Klammernpaar an – je nach Bedarf mit Parameterwerten. Für die Datensätze mit dem Wert Library im Feld ValName geben Sie unter Value jeweils den Namen der aktuellen Datenbank an – gefolgt von einem weiteren Platzhalter namens |ACCDIR. Dieser wird bei der Installation durch den Add-In-Pfad für den aktuellen Benutzer ersetzt (etwa C:\Users\Andre\AppData\Roaming\Microsoft\AddIns).

Die Tabelle USysRegInfo mit den Registrierungsinformationen für drei Add-Ins

Bild 1: Die Tabelle USysRegInfo mit den Registrierungsinformationen für drei Add-Ins

VBA-Funktionen

Die Funktionen, die durch diese drei Add-In-Menüeinträge aufgerufen werden, finden Sie in Bild 2. Wir haben hier zu Testzwecken nur MsgBox-Anweisungen hinterlegt. Diese würden Sie in der Praxis durch die Aufrufe entsprechender Funktionen oder Formulare ersetzen.

Die VBA-Funktionen, die durch die verschiedenen Add-In-Menü-Einträge aufgerufen werden

Bild 2: Die VBA-Funktionen, die durch die verschiedenen Add-In-Menü-Einträge aufgerufen werden

Eigenschaften

Wenn Sie die Datenbank-Eigenschaften öffnen und dort zur Registerseite Zusammenfassung wechseln, finden Sie einige Eigenschaften vor (s. Bild 3). Diese werden später nach der Installation des Add-Ins im Add-In-Manager angezeigt. Das ist der einzige Nachteil von Multi-Add-Ins: Sie zeigen im Add-In-Manager alle die gleichen Informationen an, nämlich die der aktuellen Datenbankdatei. Dies können wir allerdings verkraften, denn wer kontrolliert schon die Eigenschaften von Add-Ins im Add-In-Manager


Nur für Abonnenten

Ab hier wird’s wirklich spannend – der Rest ist exklusiv für Abonnenten.

Mit dem Abo von Access im Unternehmen bekommst du den kompletten Artikel – inklusive vollständigem Code, Beispieldatenbank und Schritt-für-Schritt-Erklärung.

So sparst du dir stundenlanges Herumprobieren, vermeidest teure Fehler in deiner Access-Anwendung und kannst Lösungen direkt in deinem Unternehmen einsetzen, statt nur darüber zu lesen.

Teste Access im Unternehmen jetzt 4 Wochen lang kostenlos: Voller Zugriff auf alle Artikel, Downloads und Beispieldatenbanken. Kein Risiko – wenn es für dich nicht passt, kündigst du einfach innerhalb der ersten vier Wochen.

Bereits Abonnent? Hier einloggen


Kostenlos & unverbindlich

Oder hast Du eine konkrete Frage zu Deiner eigenen Access-Anwendung?

Vielleicht stellt Deine Anwendung Dich vor eine Herausforderung, zu der Du bisher keine Lösung findest. Schlechte Performance, kein ausreichender Zugriffsschutz, Du bist unsicher über Dein Datenmodell oder Dein Code liefert unerklärliche Fehler?

In unserem kostenlosen Access-Audit schaut sich André Minhorst persönlich gemeinsam mit Dir Deine Lösung per Zoom an – und zeigt Dir, wo Datenmodell, VBA-Code, Ergonomie und Sicherheit Optimierungspotenzial bieten.

Jetzt kostenloses Access-Audit anfordern →

Schreibe einen Kommentar