Runtime-Helferlein: Datenbankfenster light

Wenn der Kunde eine Anwendung auf Basis der Runtime-Version von Access einsetzt, ist nicht nur das Debuggen schwierig. Sie können auch nicht mal eben auf die in den Tabellen enthaltenen Daten zugreifen, um etwa zu prüfen, ob bestimmte Daten wie gewünscht angelegt, geändert oder gelöscht werden, oder manuelle Datenänderungen vorzunehmen. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen ein Formular vor, das Sie mit einer für den Benutzer verborgenen Tastenkombination öffnen können und das die Anzeige der Datenbankobjekte erlaubt.

Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen Sie eine Anwendung auf dem Rechner des Benutzers gemeinsam mit diesem telefonisch debuggen mussten (außer natürlich, Sie konnten diesem mal schnell einen Besuch abstatten). Mittlerweile sind Sie mit Tools wie GotoMeeting, NetViewer et cetera schneller per Fernwartung auf dem Rechner des Benutzers als Sie es aus der Haustür schaffen.

Wenn die Anwendung auf einem Rechner läuft, der statt der Access-Vollversion die Runtime-Version nutzt, haben Sie dennoch ein Problem: Sollte dort nämlich mal ein logischer Fehler geschehen, der dafür sorgt, dass die Daten nicht so geschrieben, geändert, gelöscht oder gelesen werden, wie Sie es geplant haben, gibt es kaum Möglichkeiten, dies zu prüfen. Am heimischen Rechner mit Access-Vollversion würden Sie nun munter durch die Zeilen fliegen und hier und da Werte prüfen, aber die Runtime macht Ihnen in diesem Fall einen Strich durch Rechnung. Herkömmliche Fehler wie Laufzeitfehler können Sie zumindest durch eine geeignete Fehlerbehandlung orten, bei logischen Fehlern, die sich auf die Daten auswirken, hilft jedoch meist nur ein Blick auf die Daten selbst.

Nun bietet die Runtime-Version von Access quasi keinen Komfort, sofern Sie nicht selbst dafür gesorgt haben: keine Menüleisten, kein Ribbon, kein Datenbankfenster und keine Navigationsleiste. Das Öffnen einer Tabelle oder Abfrage zum schnellen Prüfen der gespeicherten Daten ist ohne Hilfsmittel quasi unmöglich. Deshalb wollen wir in diesem Beitrag ein Formular erstellen, das das Öffnen der vorhandenen Tabellen und Abfragen sowie ergänzend der Formulare und Berichte erlaubt.

Dieses Formular soll der Benutzer nicht öffnen können – Sie wissen ja: Daten werden nur über Formulare bearbeitet. Und damit nur Sie Zugriff darauf erhalten, legen wir zunächst ein AutoKeys-Makro fest, mit dem Sie das Formular unsichtbar öffnen. Um das Formular sichtbar zu machen, müssen Sie noch eine zusätzliche Buchstabenkombination eingeben.

Das Formular selbst soll die Datenbankobjekte auf vier Registerseiten anzeigen. Für den schnellen Überblick zeigen wir diese in Listenfeldern an, das Öffnen der jeweiligen Objekte gelingt per Doppelklick auf den entsprechenden Eintrag.

Objekt-Register

Das Formular namens frmDatenbankobjekte statten Sie zunächst mit einem Register-Steuerelement namens regDatenbankobjekte aus. Dieses erhält vier Registerseiten, die Sie mit Tabellen, Abfragen, Formulare und Berichte betiteln (s. Abb. 1).

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Abb. 1: Formular mit Registersteuerelement zur Anzeige der verschiedenen Objekttypen

Da das Formular selbst nicht an Daten gebunden und die Größe des Registersteuerelements konstant bleiben soll, stellen wir die vier Eigenschaften Datensatzmarkierer, Navigationsschaltflächen, Trennlinien und Bildlaufleisten sämtlich auf den Wert Nein ein.

Nun fügen Sie das erste Listenfeld hinzu. Es soll lstTabellen heißen und alle in der aktuellen Datenbank vorhandenen Tabellen anzeigen.

Hier stellt sich die Frage: Sollen Systemtabellen ebenfalls aufgenommen werden Und sollen lokale und verknüpfte Tabellen entsprechend gekennzeichnet werden Eigentlich kann das nicht schaden.

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